Lesflaneurs Nachhaltigkeitsstrategie Werte und Ziele

Lesflaneurs verpflichtet sich zu messbarer Emissionsreduktion, sozial verträglicher Produktion und hoher Materialtransparenz. Dieses Bekenntnis ergibt konkrete Maßnahmen für Produktentwicklung, Lieferkette und Kund:innenbeziehungen. Ziel ist, bis 2030 nachweislich klimaneutral zu wirtschaften, soziale Standards entlang der Lieferkette durchzusetzen und langlebige Produkte zu fördern.

Kernversprechen und Unternehmenswerte

Kernversprechen und Unternehmenswerte

Das Leitbild stützt sich auf drei handlungsorientierte Werte: ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Transparenz. Ökologische Verantwortung bedeutet Auswahl von Rohstoffen mit geringer Umweltbelastung, Minimierung von Abfall und Emissionsreduktion bei Produktion und Versand. Soziale Gerechtigkeit heißt faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und langfristige Partnerschaften mit Werkstätten. Wirtschaftliche Transparenz wird durch offene Kennzahlen, jährliches Reporting und nachvollziehbare Lieferketten verfolgt. Kund:innen werden über Materialherkunft, Pflege und Reparaturmöglichkeiten informiert, damit Kaufentscheidungen nachhaltig wirken.

  • Ökologische Verantwortung durch materialbasierte Entscheidungen und CO2 Monitoring.
  • Soziale Verantwortung durch Audits, Verträge mit Partnerwerkstätten und Weiterbildung.
  • Transparenz durch jährliches Reporting und klare Produktkennzeichnungen.

Materialwahl, Produktion und Lieferkette

Die Auswahl an Materialien orientiert sich an Verfügbarkeit in Europa und an anerkannten Standards. Priorität haben Stoffe mit zertifiziertem Ursprung und hohem Recyclingpotenzial. Regionale Fertigung wird gefördert, um Transportwege zu verkürzen und lokale Wertschöpfung zu stärken. Partnerwerkstätten in Portugal, Italien und Deutschland werden bevorzugt, weil dort etablierte Textilkompetenz mit strikten Arbeitsrechten und kurzen Transportketten kombiniert wird. Lieferkettentransparenz wird durch digitale Rückverfolgbarkeit und regelmäßige externe Prüfungen erreicht.

Im Folgenden werden typische Materialien, Herkunftsangaben und grobe Emissionsranges für die Entscheidungsfindung dargestellt. Diese Übersicht dient als Grundlage für Materialentscheidungen und Lieferantengespräche.

Material Typische Herkunft CO2e pro kg (Bereich) Relevante Standards Recyclingfähigkeit (%)
Bio-Baumwolle Europa, Türkei 1.5–3.0 kg CO2e GOTS, Oeko-Tex 25–40
Recyceltes Polyester (rPET) EU Aufbereitung 2.0–4.0 kg CO2e GRS, Oeko-Tex 90–100
Konventionelles Polyester Global 8.0–12.0 kg CO2e Oeko-Tex 5–20
Lyocell (Tencel) Europa 0.7–1.5 kg CO2e FSC, Oeko-Tex 60–80
Leinen EU, Mittelmeerraum 0.5–1.5 kg CO2e Oeko-Tex 70–90
Schurwolle (mulesingfrei) Europa 5.0–11.0 kg CO2e Responsible Wool Standard 60–80

Auf Basis dieser Daten werden Kollektionen priorisiert. Bei neuen Produkten wird eine Materialbilanz erstellt, um Rohstoffauswahl, Produktion und spätere Recyclingfähigkeit abzuwägen. Lieferanten werden anhand sozialer und ökologischer Kriterien bewertet und in langfristige Kooperationsverträge eingebunden.

Kreislaufwirtschaft, Pflege und Rücknahme

Kreislaufwirtschaft, Pflege und Rücknahme

Langlebigkeit wird bereits im Design verankert. Schnittführung, robuste Nähte und austauschbare Komponenten verlängern Lebenszyklen. Zusätzlich existiert ein Reparaturangebot mit bundesweiter Abholmöglichkeit sowie ein Rücknahmeprogramm für End-of-Life Artikel. Verpackungen werden sukzessive auf wiederverwendbare oder vollständig recyclingfähige Lösungen umgestellt. Versendungen werden so gebündelt, dass Lieferfahrten reduziert und CO2 Emissionen pro Paket minimiert werden. Kooperationen mit klimaneutralen Logistikdienstleistern und eine Option für klimaneutralen Versand beim Checkout sind etabliert.

Maßnahmen für Kund:innen umfassen klare Pflegehinweise, die Reißfestigkeit und Materialschonung optimieren. Reparaturanleitungen werden online zur Verfügung gestellt und werkstattgestützte Reparaturen finanziell gefördert, um Ressourcenverbrauch zu senken.

  • Reparaturprogramm mit Preisstaffelung und schneller Turnaroundzeit.
  • Rücknahme von Produkten mit Aufbereitung oder geregelter Verwertung.
  • Verpackung aus recyceltem Material, Reduktion von Einwegplastik.

Messung, Standards, Wirtschaftlichkeit und Ausblick

Messung, Standards, Wirtschaftlichkeit und Ausblick

Transparenz wird durch jährliches Emissionsreporting, Scope 1 bis 3 Analysen und published Ziele gestärkt. Zertifizierungen wie GOTS, GRS und Oeko-Tex sind Bestandteil der Auditstrategie. Kennzahlen umfassen CO2e pro Produkt, Anteil zertifizierter Materialien, Lieferanten-Auditquote und Rücklaufquote für Recyclingprogramme. Wirtschaftlichkeitsanalysen verbinden Nachhaltigkeitsaufwand mit Preisgestaltung: Margen werden so kalkuliert, dass ökologische Aufschläge nachvollziehbar sind und soziale Standards finanziert werden können.

Innovation bleibt ein Fokus. Pilotprojekte mit biobasierten Textilien, chemischem Recycling und digitalen Produktpässen sind in Planung. Herausforderungen bestehen in der Skalierbarkeit nachhaltiger Materialien, der Validierung von Lieferketten und in transparenten Benchmarks für Lebenszyklusanalysen. Zur Lösung werden Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, NGOs und Brancheninitiativen intensiviert.

Zeitplan und Meilensteine: bis 2026 Ausbau der Partnerwerkstätten in der EU, bis 2028 70 Prozent zertifizierte Materialien und bis 2030 Netto Null in Scope 1 und 2 sowie substanzielle Reduktion in Scope 3. Regelmäßige Fortschrittsberichte und partizipative Formate ermöglichen Kund:innen und Partnern, Entwicklungen nachzuvollziehen und mitzugestalten.

Lesflaneurs stellt damit einen konkret umsetzbaren Rahmen bereit, in dem ökologische und soziale Maßnahmen wirtschaftlich tragbar kombiniert werden. Kund:innen werden aktiv in Kreislaufprozesse eingebunden, und Partnerschaften sichern die Translation von Werten in messbare Wirkung.

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