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Einige von uns Flâneuren schauen gerne den Tatort. In einem kurzen Rückblick zeigen wir euch an jedem Nach-Tatort-Montag, was wir über den aktuellen Tatort denken, welche Gefühle wir beim Schauen hatten und ob es sich lohnt, noch einmal in die Mediathek zu schauen.

Die harten Fakten:

Titel: Borowski und das Meer

Stadt: Kiel

ErmittlerInnen: Borowski & Brandt

Austrahlungsdatum: 30. März 2014

tl;dr

Ninia: Ein Toter, der nicht tot war und dann aber wieder doch.

Falk: Seltene Erden. Und das Böse residiert in Hamburg.

Überraschungsmoment

Ninia: Sollte wohl sein, dass der Tote nicht tot ist. War für mich wenig bis nicht überraschend.

Falk: Ich fand ja überraschend, wie Boro das Foto mit dem Leuchtturm sieht und sofort kapiert, dass sich das Pseudo-Opfer da versteckt. Und dass der Killer kurz darauf ebenfalls zum Leuchtturm findet, sogar ohne das Foto gesehen zu haben, doch, das war auch eine Überraschung.

Das hat gefehlt

Ninia: Eine gute Geschichte.

Falk: Ja, leider, obwohl Kiel von mir eigentlich immer Sympathiepunkte kriegt. Aber sie können an der Förde die fiesen, kleinen Psycho-Verwerfungen besser, sobald sie die großen Räder drehen wollen, geht das meistens schief.

Ninia: Ich bin ebenfalls großer Kiel-Fan und stimme dir komplett zu.

Das war zu viel

Falk: Der Killer mit Fascho-Haarschnitt.

Ninia: Gesang.

Lieblingsdialog

Falk: “Kann mal jemand die Scheiß-Kugel abstellen?” “Ja, kann mal jemand die Scheiß-Kugel abstellen, bitte?” Ich mag, wie Boro gewisse Umgangsformen wahrt.

Ninia: “Wo ist sein Gesicht?” – “Wahrscheinlich in eine Schiffsschraube geraten.”

Lieblingsszene

Ninia: Alle mit Frank Schätzing. (ironieoff)

Falk: Fand ich ja total gewollt.

Dabei habe ich Gänsehaut bekommen

Ninia: Wie Brandt sich immer die Lippen nachgezogen und so “klein-mädchenmäßig” aufgeregt war, wenn sie mit dem Staatsanwalt gesprochen hat. Das passte nicht zu ihrer Rolle.

Falk: Ich habe nicht einmal mitbekommen, dass ein Staatsanwalt auftauchte, geschweige denn, dass Brandt sich in dessen Gegenwart irgendwie verhielt. Wahrscheinlich war die vorherige Szene so beängistigend, dass ich die Augen noch geschlossen hatte.

Top-Tweet

Ninia:

 

Falk:

 

Bechdel-Test

Ninia: Ich würde diesmal sogar sagen: Bestanden. Oder wie siehst du das, Falk?

Falk: Die fiese Managerin sprach tatsächlich nie über Männer im erotischen Sinne. Was aber nur beweist, dass ein bestandener Bechdel-Test nichts über die Qualität eines Films sagt.

Ninia: Absolut.

Das habe ich gelernt

Falk: Um gar nicht den Verdacht von wegen Schleichwerbung aufkommen zu lessen, bekommt mittlerweile sogar der SUV des Killers den Mercedesstern rausgebrochen. Aber das Logo des Geomar-Forschungszentrums gerät ständig ins Bild. Okay, gelernt habe ich eigentlich nichts.

Ninia: Wenn man irgendwo eingesperrt ist, muss man nur singen, dann wird das schon. Und die kleinen Hinweise hängen immer wie zufällig irgendwo rum (das Leuchtturm-Bild).

Falk: Weswegen hing das da eigentlich?

Das wünsche ich mir beim nächsten Mal

Ninia: Weniger Dilentantismus bei Auftragsmördern. Weniger Hitlerjugend-Frisuren. Und wieder mehr typisch-Kiel-Tatort.

Falk: Mehr Psychos!

Was ich auch noch loswerden wollte

Ninia: Ich mag die alle. Borowski, Brandt, den Pathologen. Tolle Besetzung.

Falk: Ich mag vor allem auch die Anlage Boros als alternder Charmebolzen, der genau weiß, wie hocherotisch er daherkommt.

Gesamtnote

Ninia: Ach mensch, mir tut das ja immer im Herzen weh, wenn ein Tatort, den ich sonst mag, irgendwie nicht so richtig zünden wollte. Ich bin mit der Stimmung und dem ganzen Drum und Dran nicht warm geworden. Komische Story und kein typischer Borowski. Ich gebe eine 3.

Falk: Du bist immer so wohlwollend. 4. Mit je einem Sympathiepunkt für Boro und Brandt.

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