Neues vom Kriminalsofa (22)

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Einige von uns Flâneuren schauen gerne den Tatort. In einem kurzen Rückblick zeigen wir euch an jedem Nach-Tatort-Montag, was wir über den aktuellen Tatort denken, welche Gefühle wir beim Schauen hatten und ob es sich lohnt, noch einmal in die Mediathek zu schauen.

Die harten Fakten:

Titel: Großer schwarzer Vogel

Stadt: Berlin

ErmittlerInnen: Ritter und Stark

Austrahlungsdatum: 09. Februar 2014

tl;dr

Johanna:

Das war 15 Minuten vor Schluss. Ich ergänze: Ex-Freundin, Gemüsehändler, Lieferwagen, Krähen, Nick Cave.

Ninia: Nick Cave fand ich gut.

Überraschungsmoment

Ninia: Es gab keinen. Ich kannte die Lösung schon ne Stunde vor Schluss (es gibt sogar einen Beweis.)

Johanna: Und weil ich weiß, dass die kluge Frau aus Hannover einen guten Instinkt hat, war ich auch nicht sonderlich überrascht.

Das hat gefehlt

Johanna: Spannung.

Ninia: Ja, und ein bisschen mehr Schwung. Das zog sich dieses Mal wieder richtig.

Johanna: Wenn sie vorher gewusst hätten, dass das der letzte Tatort mit Dominic Raacke sein wird, hätten sie sich sicherlich mehr Mühe gegeben.

Ninia: Ja, *schnüff*.

Das war zu viel

Johanna: Langeweile.

Ninia: Verdächtige.

Lieblingsdialog

Ninia: “Warum bist du Polizist geworden und nicht Bodenturner?” – “Du schwanzloser Pelznässer.” – “Häh?!”

Johanna: Ich habe einen negativen “Lieblingsdialog”. Ist das erlaubt? “Haben Sie ihn angezeigt?” – “Nein, wir sind verheiratet.”

Ninia: Klar ist das erlaubt. Der war aber auch schwachsinnig.

Lieblingsszene

Ninia: Puh. Ich überlege noch. Die Krähen waren schön. Auch wenn sie keinen Sinn hatten.

Johanna: Als der Lohmann im See schwimmt und toter Mann spielt, sich treiben lässt und über ihm die Vögel fliegen. Das war schön, hatte aber auch keinen Sinn.

Fehler

Johanna: Der Bauarbeiter sagte, der andere Beobachter hätte einen Lieferwagen mit Gemüse drauf gemacht. Der Lieferwagen war aber komplett blau.

Ninia: Das hatte ich mir auch notiert.

Dabei habe ich Gänsehaut bekommen

Ninia: Anfangsszene. Diese Fälle mit toten Kindern sind immer gänsehautig.

Johanna: Keine Gänsehaut, aber als sie dann am Ende wieder Nick Cave (Push the Sky away) gespielt haben, war das schon gut. Ein runder Abschluss.

Top-Tweet

Ninia:

Johanna:

Bechdel-Test

Ninia: Ok, es war mehr als eine Frau mit Namen dabei (wow…). Soweit ich es mitbekommen habe, haben die aber nie miteinander, sondern immer nur mit Typen gesprochen, oder? Also durchgefallen. Ich wette in unserer neuen Kategorie übrigens, dass der Tatort fast immer durchfällt.

Johanna: Da wirst du wahrscheinlich recht behalten. Trotzdem spannend. Und ja, der Tatort heute ist mit Pauken und Trompeten durchgefallen. Tatorte mit zwei Kommissaren sind da sowieso schon mal schlecht aufgestellt.

Das habe ich gelernt

Ninia: Badehosen haben ein hohes Diskussionspotenzial auf Twitter.

Johanna: Hohe Schuhe bei Schwangeren auch.

Das wünsche ich mir beim nächsten Mal

Ninia: Solotatort mit Stark? Ok. Ich bin ja eh ein bisschen verliebt in den. Hoffentlich darf er sich mit einem guten Fall verabschieden.

Johanna: Stark und Julia Koschitz bekommen einen eigenen Tatort in [hier beliebigen Ort in Deutschland mit See einfügen] und ziehen gemeinsam auf eine Datscha, wo sie ihr eigenes Gemüse anbauen, dass der Ulrich Kastner dann mit seinem Turbo-Lieferwagen von Datscha zu Datscha ausliefert.

Ninia: Das klingt so toll.

Was ich auch noch loswerden wollte

Johanna: Krähen sind toll. Ich mag nicht, dass sie immer als negatives Symbolbild verwendet werden. Es gibt ein ganz tolles Portrait über Krähen von Cord Riechelmann und Judith Schalansky, das auch noch sehr hübsch gemacht ist.

Ninia: Krähen sind vor allen auch superklug. Hab ich mal im Fernsehen gesehen. Die können zum Beispiel eine Nuss an einer Ampel so fallen lassen, dass ein Auto drüberfährt und sie knackt. Dann kommen sie an den Inhalt. Superklug.

Gesamtnote

Ninia: Die Krähen bekommen eine 1 (auch, wenn ich IMMER NOCH NICHT weiß, was sie überhaupt mit dem Fall zu tun hatten). Der Tatort an sich bekommt eine 3-. Eher öde und mit dem der Vorwoche nicht zu vergleichen.

Johanna: Ich gebe eine 4-, ich habe mich nämlich extrem gelangweilt. Das konnten weder Nick Cave noch Boris Aljinovic ausgleichen. Schlechter Abgang für dieses Ermittler-Team.

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