
Einige von uns Flâneuren schauen gerne den Tatort. In einem kurzen Rückblick zeigen wir euch an jedem Nach-Tatort-Montag, was wir über den aktuellen Tatort denken, welche Gefühle wir beim Schauen hatten und ob es sich lohnt, noch einmal in die Mediathek zu schauen.
Die harten Fakten:
Titel: Türkischer Honig
Stadt: Leipzig
ErmittlerInnen: Saalfeld und Keppler
Austrahlungsdatum: 01. Januar 2014
tl;dr
Johanna: Alle Klischees über Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in 90 Minuten Tatort.
Ninia: Irgendwas mit türkischen Süßigkeiten.
Überraschungsmoment
Ninia: Überraschung? Was ist das?
Johanna: Was, die Entführung ist nicht echt gewesen?! Oh, wait…
these: entführung war nicht echt. #tatort
— Johanna (@bommeljogi) January 1, 2014
Ninia: Chapeau!
Das hat gefehlt
Ninia: Eine Geschichte, Spannung, wenigstens ein bisschen Realismus, die schwarze Katze.
Johanna: Um das Klischee-Bingo vollzumachen? Die Dönerbude.
Das war zu viel
Johanna: Drama. Eva und Julia schreien sich an. Eva und ihr Papa schreien sich an. Leon und Julia schreien sich an. Eva und Julia schreien sich an.
Ninia: Ja. Und die Bauchtanz-Szene.
Johanna: Und die Tanzszene mit Julia und ihrem Onkel. Gab es jemals eine gute Tanzszene im Tatort?
Ninia: Spontan fällt mir keine eine.
Lieblingsdialog
Ninia: “Du bist ‘n Bulle.” – “Bulle sagt man nicht. Das heißt, Sie sind Polizist.”
Johanna: „…sonst rufe ich die Polizei!“ – „Ich bin die Polizei.“
Lieblingsszene
Ninia: Ich überlege noch.
Johanna: Als Keppler und Ersoy im Mustang an Eva vorbei sind und Keppler den Kussmund gemacht hat. Das fand ich ganz lustig. Vielleicht könnte da auf einer Metaebene mehr rein interpretiert werden, aber ich möchte jetzt nicht auf ihre Lippen anspielen.
Fehler
Ninia: Mal wieder die Befangenheit. In sämtlichen Tatorten werden immer wieder die Kommissar_innen in den Fall verwickelt. Und ermitteln trotzdem ganz normal weiter.
Johanna:
Luke! das heißt, „Ich bin dein Vater, Luke!“ nicht Eva! #tatort
— Sarah (@miss_leelah) January 1, 2014
Dabei habe ich Gänsehaut bekommen
Johanna: Es hat mich mehrmals kurz geschüttelt, aber das Gefühl würde ich eher als Fremdscham bezeichnen.
Ninia: Mir war kurz kalt, dann haben wir aber die Heizung angemacht.
Top-Tweet
Johanna:
Ich bin in einem Paradoxon gefangen. Es ist bisher der schlechteste und zugleich beste #Tatort des Jahres!
— Christian Gautschi (@CGautschi) January 1, 2014
Ninia:
„Wir müssen mal was mit Türken machen. Erstmal Brainstorming, wir nehmen diesmal alles rein, was euch zum Thema einfällt.“ #tatort
— Lisa Altmeier (@weltanschauer) 1. Januar 2014
Das habe ich gelernt
Ninia: Nichts. Ich sollte lernen: Türkisches Essen schmeckt gut. Bauchtänzerinnen muss man Geld in die Hose stecken und wenn der großzügige Kommissar dich mag, darfst du ihn sogar duzen.
Johanna: Denis Moschitto braucht nicht viel machen, damit ich ihn gut finde.
Ninia: Das ist richtig. Alle Menschen sollten sich “Chiko” ansehen.
Das wünsche ich mir beim nächsten Mal
Ninia: Dass ich auf Falk höre und den Leipziger Tatort einfach nicht mehr gucke.
Johanna: Dem ist nichts hinzuzufügen.
Was ich auch noch loswerden wollte
Ninia: Macht doch einfach mal alles anders.
Johanna: Ich bin keine Frühaufsteherin.
Gesamtnote
Ninia: Das war schlimm. Ich habe nur durchgehalten, weil ich wusste, dass ich dieses Protokoll ausfüllen muss. Ich gebe eine 5-. Es kann nur besser werden. Oder das war jetzt die Jahres-Niveau-Vorgabe. Dann bin ich zukünftig leider raus ;).
Johanna: Ich habe mich zwischendrinnen immer wieder gefragt, ob ich was verpasst habe wegen nicht richtig aufgepasst oder ob wirklich nichts passiert ist. Ich gebe eine 4-, weil ich Josephine Preuss und Denis Moschitto (eigentlich) gut finde. Und weil das der erste Tatort des Jahres war.


Also, die Tanzszene der Kessler-Zwillinge im ersten Tukur-Tatort, die fand ich schon ziemlich gut!
http://m.youtube.com/watch?v=9rCEA4l8rd0&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3D9rCEA4l8rd0