Wenn der Rundfunkbeitrag vom Konto abgeht, ist das Geschrei groß. Wir wollen selbst entscheiden, wofür unser Geld verwendet wird – ein Hoch auf Crowdfunding-Plattformen. In unserer neuen Serie zeigen wir Projekte von tollen Menschen, in die es sich zu investieren lohnt.
Ich habe diese Woche “Mein Name ist Eugen” bei Startnext unterstützt. Gedruckt werden soll ein Buch, für das der Fotograf Eugen Litwinow ein Jahr lang 13 Menschen mit dem Namen Eugen interviewt und porträtiert hat. Das Besondere daran: So wie er auch, sind sie alle Russlanddeutsche, deren Namen bei der Einreise nach Deutschland “eingedeutscht” wurden, um ihnen die Integration zu erleichtern. Aus Jewgenij (russisch Евгений) wurde Eugen. Eugen Litwinow dokumentiert in dem Buch, wie 13 Menschen mit dem gleichen Namen mit dieser Veränderung umgegangen sind und wie ihre Integration und ihr Leben verlaufen ist. Hinweis: Das Projekt läuft nur noch bis zum 30. November.
Mein Name ist Eugen – Startnext from Eugen Litwinow on Vimeo.
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Silviu Mihai ist freier Journalist mit dem Schwerpunkt Osteuropa. Gemeinsam mit dem Bukarester Fotoreporter George “Poqe” Popescu sammelt er auf Krautreporter Geld für eine multimediale Webdoku über “Rumäniens Ruhrpott”. 3800 Euro werden benötigt, damit die beiden in eine der ärmsten Gegenden Rumäniens reisen können, um dort die wenigen verliebenen Bergleute – die letzten drei Bergwerke werden in den nächsten drei Jahren geschlossen – mit Foto und Kamera zu begleiten.
Rumäniens Ruhrpott: Die Geisterstädte der Steinkohle from Silviu Mihai on Vimeo.
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Ein anderes wichtiges und ambitioniertes Projekt ist “Show Racism the Red Card”, ebenfalls bei Startnext. Der Show Racism the Red Card – Deutschland e.V. dreht einen Dokumentarfilm für Kinder und Jugendliche über Rassismus und Diskriminierung im Alltag und in der Gesellschaft. Fußball steht bei dieser Dokumentation im Vordergrund: Amateure und Profis wie Per Mertesacker, Jérôme Boateng, Anthony Ujah und Anja Mittag wirken bei dem Film mit. Der kleinste Beitrag zum Unterstützen sind fünf Euro – dafür wird der SpenderInnenname im Abspann genannt.
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Johann ist Musiker aus Wiesbaden und sucht UnterstützerInnen für sein interaktives Musikvideo, die Johann App, das er gemeinsam mit der Gestalterin Eva und dem Interface-Designer Sebastian Sadowski mithilfe einer App umsetzt. NutzerInnen der App können das Video miterzählen, erfahren durch verschiedene Faktoren wie Zeit und Ort immer wieder ein neues Betrachten und sehen so niemals das selbe Video. Ziel ist es, mit der erfolgreichen Finanzierung die laufenden die Kosten zu decken. Die App zum Musikvideo ist kostenlos.
Das Johann-App-Experiment – ein interaktives Musikvideo from Johann on Vimeo.

